z über- ^deckt waren. Der Anf enthalt auf dem Lande befreite uns beide von dem ,^idßn. Da ich im Winter nie dte Urticaria acuta in dieBcr Ausdehnuag „l>emerkt, so bin ich geneigt, dieae dem Stiche der kleinen Intekten zuÄti- ^•ohreiben, mn ao mehr, ala steta bedeckte Partien ^ als: Brust und Bauch^ ,^fittr äaasertt selten davon befallen werden. Interessant ist ea auch^ dasa Än- f^ommliage nur im ersten Jahr von der unausstehlichen Urtioaria geplagt wer- „den, während in der späteren Jahren am Ein stiohp unkte kwot eine Quaddel i^^taUht,. Jedoch sich nicht durch Cdatinnität fortpüanst/* Wie weil Racen-Unterschiede auf das Vorkommen und die tJäu- keil der Krankheit von Eintluss sind, lässl iich aus den vorliegenden itii eilungen nicht ermiUeln; Pruner erklärt, dass er in £gyplon Urti- ria niemals bei den farbigen Racen gesehen hat §. 223, Eine nicht weniger allgemeine und gleich müssige Verbrei- auf der Erdoberfläche und unter allen Menschenlamilien haben die rschiedenen Formen von c) Herpes, e nainenüich Herpes Zoster, Herpes praepy tialia, labialis s. w. gefunden; Pruner hat H. Zoster namentlich häuilg bei Negern }baetiteL — Auffaüend seilen sah Po lack die Herpes- Formen in ralen und auch Thomson^) bemerkt, dass er auf Neu-Seeland ^ WochvQbkn Kor ^elltchr. d«r Wi«ii«r Aarat« ia5I. 740. M) Brit aai forel^n moC- 452 Hirsohi hirtoritdh geographliohe Pathologie. H. Zoster weder gesehen, noch irgend etwas von dem Vorkommi Krankheit daselbst gehört hat — Ueber den sogenannten Herpe cinnatus, mit welchem Namen mehrfache Krankheitsformen bez« worden sind, werde ich an einer andern Steile berichten. §. 224. Bezüglich des Vorkommens von d) Pemphigus habe ich nur des Umstandes zu gedenken, dass die Krankheit in nen Gegenden der Tropen, wie namentlich nach Sigaud in Bras nach Eufz auf den Antillen (Martinique), nach Tschudi auf dei von Peru, nach Courbon in Abessinien, auffallend häufig angc wird, in andern, wie besonders nach Polack in Persien, und Souty auf der Küste von Coromandel (Indien), hier unter der thümlichen Bezeichnung Carpan unter den Kindern der Eingebomc der Europäer, mit dem Charakter einer endemischen Krankheil herrscht; Polack i) berichtet hierüber: „Pemphigus ist hier in T „bei Kindern eine häufige Erscheinung, selten bei Erwachsenen, i „ansteckend und ist wenigstens endemisch. Es entstehen nämlich i „Extremitäten Flecken, die sich brand blasenartig erheben, nach „Platzen erscheint eine grauliche Pseudomembran fest anhängen „mich einmal zu dem groben Irrthum des Pemphigus syphiliticu „leitete. Später erscheinen successiv einzelne Blasen am Baue ,iRäcken, an der Brust und den Schultern. Die Kinder werden „muthig, verlieren die Esslust; endlich nach Verlauf eines Mom „schöpft sich der Process, es tritt spontane Heilung der Geschwürs] „ohne Narbe ein und volle Genesung." — Es fragt sich, trotz der theiligen Erklärung von Polack, ob nicht viele Fälle von Pem hier, wie in den oben genannten Gegenden, und speciell in Indie Syphilis zurückgeführt werden müssen. §. 225. Zu den bei weitem häufigsten und verbreitetsten unt hieher zu zählenden Krankheitsformen gehört entschieden e) Psoriasis. Fast alle Berichterstatter aus der gemässigten Zone und zum auch die aus den höchsten Breiten, wie u. a. Panum von den Fi sprechen sich in diesem Sinne aus, und nicht weniger gilt dassell den tropischen und subtropischen Gegenden, wie zahlreiche Mitthei aus der Türkei, Egypten und anderen Gegenden des Orients ^ Persien^), Indien*), China'^, dem australischen Polynes* 1) Wochenblatt zur Zeitfchr. der Wiener Aente 1857. 741. S) Pruner, Blgl S) Polack L c Lowe in Madras onart Joom. of med. So. 1861. Januar 8. 4) Hacpherson in Lond. med. Gazette 1841. II. 54Ö, Leslio in Calcatta med. VL 61, Twininir, Clin, illostr. of the more Import, diseases of Beosral Galei II. 432. 6) Dir er in Amer. med. InteUiffencer 1842. Man 9, Fried«!, Beit Renntniss des Klimans and der Krankh. Ostasiens. BerL 1868. 90. 1&2 aiu Sluu Macao, Pruslow, Der Staat Califomien in med.-(reo9raphiscli. Hinsicht Gdtt. l die Krankheit in auffallender H£afl«rkeit unter den in Oalilbmien lebenden Ghb» sehen hat. 6) de Bochas, Topoffr. mid, de la NouTelle-Oaladmito« Bar. Wilkes, NjumtiTO of the U. 8. Explor. Ezped. ete. U. oc D a u d Sntes Hauüeiden: Org&D-Emakheitoa. Fioriftaii. 453 ta-Seel and 1)* aus Abessinien ^j, Algier^), Cenlralamerika*), den AntMien*), aus ßrasHieiiöJ, Peru^), Surinam^ und iem Gegenden lehren. Gerade diese Kiankheitstörm hat eine ganz be- iders grosse Verbreitung unter den larbigen Eingeborenen der tropischen subtropischen Breiten gefunden und herrscht selbst in einzelnen Ge- enden unter denselben endemisch. So berichtet LesHe über ein in iowhatti (Ässam) endemisches, daselbst unter dem Namen k ■SBri I Die Krackheit tritt in Form ein ei pa.piilÖeen Exanthem! aiif| dai, besonders ■ «ir Regenzeit, und wäiirend der Nacht em beHtiges Jucken und eine Abschil- K ferrnig der Haot Teranlaaat, wahrtind ipäter die von der Kriuikheit ergrifiesaea ■ HaatpartliieD mit grÖBsereu Schoppen bedeckt eraclieinen, die iicb fortwährend r kleieo artig abstoaten. — ZuweiJen ist dia Affection auf umschriebene Steilen beachränkt, andere Male hat sie eme sehr grosse Änsdebnungj so dast die ein* telnea Flecke tnsammenflies&en und der ganze Körper mitunter mit einer schup- pigen Oberfläche bedeckt erscheint Besonders häufig wird das Leiden am oberen Theile des Eörpera, zuweilen auch auf den Hiuten und an der inneren Flache der Schenkel beobachtet Aus Brasilien berichtet Marlius über das häufige Vorkommeti Der chronischen, sehmerzlosen Psoriasis unter den Indianern, welche elbsl unter deni Namen C u r u b & ^kannt, bei den auf den Ebenen lebenden Indianern vorznpweise die Ge- pkt% bei den in den Wäldern lebenden Eingeborenen besonders das Ge- hl, die Hände und die Füsse ergreift, iibrigens auch bei Thieren, z. B. öden, beobachtet wird Ueber eine, wie es seheinlt hieher gehörige, auf den Kingsmillinseln olynesien) endemiich herrschende und daselbst unter dem Namen G u n e kkannle Hautkrankheit, bericbtet Fox^) Folgendes: ,,t>ie Krankheit beginnt mit einem kleifieu^ etwa 1 Zoll itn DarchmeBfler hat* ,,tieii4en und mit Schuppen bedeckten Kreise, der allmählig an Gröaae ^tinimmt ,,iiDd Innerhalb welches eich alsdann ein neuer Kreis bildet, der, wenn er einen „grösseren Umfang erreicht hat^ wieder einen neaen Kreis einflchUesat Oft ^fDÜden sich so an einem Theile dm Körpers mehrere Ringe neben einander, „die ittiammenfliessen and mann ichfach gekrümmte und concentrische Figuren ,,bilden; sehliessHch ertcbcint der ganze Körper mit dem Schüppenansscblag© „bedeckt, der immer ein sehr empfintüichea Jucken veranlasst Wenn die Scbnp- ,^p«n abfallen^ bleiben auf der Haat eahlloae Kreiflo und gewundene Linien von »fiividcr Farbe zurück ^ die sehr entstellend sind und nicht selten das ganze ,^ehen hindurch fortbestehen , ohne daas jedoch das Allgemeinbafindeu des i^ndividuum« aonit irgendwie gestört ersoheiut." t) ThemsoD In Biit uid Ten raed^-ehir. R«t1ew 1S54. Octabör l e. t) Ctitirbati L c 3S. SF) H«rriii«Dii L o, Itt, Cambaj in Bec. de Mäm. de Bfdd* mlJXt, LVIL L 4) aernhard I. o. h) äavari^iy I. i^ HO. «) 11 ft r 1 1 ii H m B n c h n e r Eepert. für Phannma XXXIV, *40, 71 S m 1 1 b la FAlub. med. juiti -iir«- Journ. LIJL J3S- B) PopiJ lu NederL TU<ti«hr, tor Oeoee»!^ III. Sl9. i) In W n k«» Narratlve of Ui« U. 9. S^i^ler, Ez^ped. V. IM, 454 Hirsch, hittoritch geogrtphlinhft Pathologie. §. 226. Ueber den Eioflnss äusserer Momente a«f das VoikomMl und die geographische Verbreitung der venschifedenon Formen tob Psori» sis lassen sieh nur allgemeine Vermuthungen aussprechen« Die KrankUl! scheint allen Klimaten und allen MenschenfamHien gleiehmäitig gl- mein zu sein. Sehr wesentlich für die Krankheitsgenese ist aosweifelhii mangelhafte Haulkuitur oder mangelhafter SchutB der Hau! gegen g»* wisse, dieselbe reizende Einflüsse; so legt namentlich Panum» bMflgliflk des häufigen Vorkommens von Psoriasis, ein besonderes Gewicht auf die Einwirkung des Salzwassers auf die Haut unter den Bewohnern der fi> röer, besonders der Norderöer. Ob, wie einzelne Beobachter glauben, ge- wisse Nahrungsmitlei, wie namentlich gewisse Fruchte, einen spedS^ sehen Einfluss auf das Vorkommen von Psoriasis äussern, ist nicht er- wiesen; bezüglich der einzelnen, aus den Tropen geschiWeiten ^ormeo von Psoriasis scheint mir die Vermuthung nicht von der Hand zn weisen, dass hier in einzelnen Fällen vielleicht ein Epiphyt zu Grunde Hegt; Be- weise für die von mir ausgesprochene Vermuthung kann ich allerdings bei dem Mangel aller exacten Forschangen nicht beibringen. §. 227. Ein besonderes Interesse für die Vorliegendefi OiitersaebuD- gen bildet eine an einzelnen Punkten der Tropen nnd subtropisdl gelege- nen Gegenden endemisch herrschende Krankheftsform, die, Ihrem anato- misch^palhologischen Charakter nach, dem f ) Lupus beigezählt werden muss, im Systeme bisher allerdings meist, unter der aligemeinen Bezeichnung der „Beule", ihre Stelle bald beim Furunkel, bald beim Tuberkel gefunden hat. Am längsten bekannt, und, wie es scheint, auch am weitesten verbreitet, ist die unter dem Namen der Beulen von Aleppo bekannte Krankheitsform, welche ich daher an die Spitze dieser Darstel- lung gestellt habe. Schon Hasselquist i), Rüssel, Volney und an- dere Reisende und Aerzte aus der Mitte und dem Ende des vorigen Jahr- hunderts erwähnen des endemischen Vorherrschens dieser eigenthGmIicheo Krankheit in Aleppo und der Umgegend dieser Stadt, neuere MfttheihmgeD aber haben gelehrt« dass die Heimath dieser Krankheit viel weiter reicht und dass jener Name daher schon dann aufgegeben werden mues, wenn man mit demselben eben nur das Verbreitungsgebiet des Leidens bexeich- nen will. — Als die eigentliche Heimath der Beule, d. h. das Gebiet, über welches sie ihre endemische Herrschaft am weitesten ausgedehnt hat, ist zunächst der nördliche Thdl Syriens und die weite Ebene des alten Mesopotamiens, d. h. die Flussgebiele deeOrontes, Euphrat und Tigris zu bezeichnen; hier herrscht sie von Solädin, dem Laufe des Oronlts fol- gend, bis Aleppo, und von hier weiter in Killls, Uf^ Diarbekir, Marrascb, Mossul, Bagdad bis nach Bassora hin. in den sädKch und westfich von Aleppo gelegenen Städten und Ortschaften Syriens, wie unter anderen in Skanderum und unter den Bewohnern des Ubanons (in Antara), kommi sie nur vereinzelt vor, unter den eigentlichen Wustenbewobnero (den Be- I) Die hier benatst« ui4 Mkniaft ^eniAehtc Mteratw finätA Mk «m Srtlain 4m Kapttcb niMiiimengestent Ofgi3i*ErsJDkkbeit0is. Beole toq Aleppoi 455 m und Arabern), sowie in dem kurdischen Gebixg^e, isl sie ganz un- int, dagegen werden sporadische Fälle derKmnkheil in Kleinasien unter anderen in B;u&&a, am Fusse des niysischen Olymps: Higler), Jypern, in einzeinen liegenden Egyplens (in Suez, Cairoj beob- l, und Liberi hat solciie auch unLer den Tartaren in Eupaloria linier einer ZigeunerianiiÜe in Perikop gesehen; in beschränkterer biischer Verbreitung endlich kommt die Krankheit, n&ch dem Berichte Reinhardt, in Llisahelhpolp der Hauptstadt des Chandschinskl^ n Chanlliums (Georgien] und den Mlttheüungen von Grilliths und Polak zulolge, in vielen Gegenden des südlichen Persicns, in Is- n, Kashan, leheran» seUenur in Humadan, vor, während sie im Kor* des Landes, und namentlich in Tauiis, gan^ä unbekannt ist* Gewöhnlich oluie Vorboten einet ^Igemeiaen Leidens, namentlicli oHne fieber- mSie Erecbeianngen j die tDeist nur bei eiDpÜDdlichea bubjekten beobacbtet irerdeu (Higlerjf und unter dem üefühle von leichtem Juckan, bildet aich i,u ttii*elQaöj »pater ta erwähnenden Körper t heilen, ein rnther Flecken, der meiit m Linien- hm Bohneogrösie aDschwiJlt, seltener eine gleichmisaige, kupferröLhe oder livido Jrifillration ohne Erhabenheiten (Tuberkeb) darstellt, nnd auf wel- chem aioh bisweilen einzelne, kleine, blassröthliche , liufleogrosae Knoten, kreii^ ^rmig geitellt, entwickeln. Im Anfange der Krankheit erai;heint die Umgegend er BlÜcirten btelle gesund, der Knoten selbst ist an «einer Oberfläche von einer lu&nen, gelblichen Kruste, die ans abgestosseoen Bpidermi»£chuppen besteht, liedeckt l^ach einiger Zeit^ die Yon wenigen Wochen bis auf mehrere Monate «riirt, iniUtrirt sich dio Haut ringa um den Knoten, und nach einem neuen Intervall, dai ebenfalls den genannten kürzeren oder längeren Zeitraum aus- Ut, tritt von der Mitte des Knotens^ bei verbreiteter Inhitration auch wohl i mehreren Paukten gleichzeitig , Schmelzting dea Exsudates ein, und unter brtichreilender Yerschwärung der ganzen lEihltriiaen Pailhie bildet iich ein