ie er den HoUenloLlen. sodann Mitlheilungen aus Egypteni») und Abessi- ;n vor, wo die Krankheit ebenso häufig unter Eingeborenen, wie unter E^mden, besonders aber unter den Türken beobachtet wird; nur die Neger Nuen sich, wie Pruner erklärt, einer auffallenden Exemption von der imnJiheit, eine Angabe, weiche in dem umstände ihre Bestätigung findet, |p das Hämorrhoidalleiden auch unter den Eingeborenen von Sennaar^*') mz unbekannt ist, und unler den Eingeborenen auf der Westküste ff ikas Jedenfalls zu den seltener vorkommenden Krankheiten gehört; ganz If^emeln ist dasselbe dagegen in Tunis^t) und Algier, so dass. wie jhönber^^^) erklärt, unter 100 kaum 2 Individuen gefunden werden, i der Krankheit nicht unterworfen sind, während wir aus den Milthei- t) PföTlnc. iiipd. Trimsiict Vll. QOT. 3) Atlffltiiriflt!!, üab^rttcbt flti^f die Vollwkr, Is Gro^ibHtuntiJeii, Tabltrg. 1%'iS. it5. S} <:onfuUiit{} Oppenheim« Ueber den ^uttand der Beilkande In der Türkei . Itomb. , U8i. «5. Eitler 1. ^. U. ifiS, B«f ran In Qh^. m^d. de PaiiB. 1854. 549. llDOtfmploitn Barr. med. Corrtpdibl im^K l&4. u) Hennen, 8k««leh. of Ihe roed. I tOMrf. of the MedlterrAnejin etc. Loiid. 15^30. S76. 15) Cletphorn, B«ob. äbor die I Ki«nfc1i. Mi Mföorea. A. d. Ensrl- Göthü 1776. «5, m I. o- m. 171 U c 84. llA Seb«rier tn Zeilftdif. der Wiener Aente i&ftS* 165. 19) Clot-Be/, -Aperyti g4ii4t. nr VEgjpU II. 319» Pruner L <»; aas; ao) Brocchl, GlornjiJe delle {}Hob8on in Lond. med. Times and Gas. 1860. Dcbr. 638. 5} Albreekl In 8t P6 tersb. med. Zeitachr. 1862. III. 50. 6)DandasLo. 7) Blair AeoooBt Q the last Yellow Feyer Eoid. in Goarana. London 1860. tl. 6) L a. aSI^ IK. 9) Wörterbuch der praot Medidn. ATd. EnffL IV« 468. 10) KnMkMtiB 4m Mm tk A. d. EnffL (iiMdiinb. 1854. 98. Organ •Erankheiteia. Ha^mattuift endemica. 343 ommen vermöchte* — Besondere Beachluftg verdient einerseits die Thomson *) mtt^eiheille Thatsache, dass Morb. Brighlil unter den &t*ornen von Neu-Seeland, das sich bekanntlich eines sehr gleich- %t*n, milden Klimas erfreut, und wo das Laster des Trunkes, bis vor icm wenigstens, ganz unbekunnt gewesen ist, last gar nicht vorkommt, rseits der von Panum^) hervorgehobene Umstand, dass er auf den 6er unter einer sehr grossen Zahl von Kranken nicht einen Fall von US Brightit angetroffen hat — Die mehrfach ausgesprochene Behaup- dass MorU Brightii eine häufige Folgekrankheit von Malanafiebern, ein Symptom der Malariakaehexie sei, bedarf jedenfalls eine sehr be- mde Beschränkung; die aulFallende Seltenlieil des Leidens in Nieder- lien und Brasilien, zwei exquisiten Maluriai^ebielen, spricht mindestens I die allgemeine Zulässigkeit jener Annahme. B, HAEMATDBIA ENDEMICA, §. 177. Ein für die geographisch-pathologische Forschung ganz spe- > Interesse bietet die in einzelnen, innerhalb der Tropen gelegenen öden endemisch vorherrschende Haematurie, deren Schilderung von logischem Standpunkte, bei der geringen Aufmerksamkeit, welche die khmi bisher auf sich gezogen hat, hier wohl gerechtfertigt erscheint. Die Krtinkh^it tritt, wie aus den Mittboilungen Yon Chapotin *j, SaleBse *), Bguad \ Bayer *> und Priestley ^) borvorgebt, ateU äIa idiopathiacbei Leiden, tAd swar meist in dem frülieBten AlterH, aaf, bat immer einen dironiachf^n^ Iciil feiten riele Jahre währe ndon Verlauf, läsat in vielen Fallen mit Eintritt Mannbarkeit nacb^ aetzt aieh aber, unter aablreicben Remissionen nnd Ex- bationen^ nicht aelten auch bia ina hohe Älter fort, und iat, abgesehen Ton bm eigen thöm lieben Wechsel, den der Urin selbst wahre od der Dauer der [raakbeit Eeigt, dadurch aoflgeieicbnet, 1) daas trots der langen Dauer des Lei* letm die Kralle dea Kranken nur ausnalimaweiae leiden, sowie überhaupt dai Be&nden deaaelben ein nicht selten voUkommen znfriedenstellendea iit, 2j dasa <bst w^irend der Exacerbationen die Beschwerden meisl gering' sind, eich Mchtige Schmerlen in der Lenden — Hüften — oder Perinaalgegend be- Inken, die aelten^ und namentlich bei dem Abgänge von Blutgerinnsel oder mrnpiea in heftigerer Weiae auftreten, ond alsdann zuweilen von Dyauri« iBchurie begleitet aind^ und 3) daas die Krankheit achlieaeUcb nur aui- Bweiae einen gefaiirlicheu Charakter anüimmt oder gar todtlich verlauit Der Charakter der Uämatnrie aelbat iat^ wie bemerkt^ ein aehr weohaelader ; 'Ten wird mehr oder weniger reiues Blut in Rüstigem Zustande^ andere ein mit Blut ffemiscbter^ nnd Bluteoagula enthaltender Urin entleert^ oder JJrm hat ein cnoco lade färb igea oder knlFeeahnliehea Ausaeben, oder end* er tracheiDt ala iogenannter chylöser^ d, k milchig getrübter Urin, und UntersuchuDg weiset in dieaem Falle einen nicht uubetraehtlichen Gehalt ^iweira und Fett nat^b^ niemata aber ist^ wie etwa bei Diabetes« die Mojfta entleerten ürina weaentlich vermehrt* — Der hier geachilderte Wechsel k dui Erscheinungen der Hämaturie ist kein konatanter, sowie die veraebiede« Ml lIodiEoaüonen der Erscheinung keine awegs beatimmten Krankheit aatadiea 1 II Brlt tmä fOTülm med.'Chlr, B«t1«w 1854. Octbr. IST. 31 BIbl. ror Ll^ei ifHT 1. %n, F 398. fl> L'Eipf^rienca 1838 No. S7. S« Ub(födr. in Rccherch, i , liiere de Vb^maturie cndcailque k V lila 4e France efc^ Fmr. la^i?) DJkd ia Ar>Ln«.»i:ric:M dst Nl^rcD. a. d. Fr. Er laug, IMB, 49*. 7) Lond. med. Timei •od Oaa. 1037. April Ui. [Irüb, hML laofT. PiüiqU IL ^ 344 Hirich, hifioriidh gBographitehe Pathologie. I entsprechen, londem bei einem und demselben Eranhen in den TenekkdwM Zeilen verachieden sind, lo dass bald blutiger, bald milchiger und dam« häufig für eine längere oder kürzere Zeit normal beschiärener Urin eitkij wird, wobei nur das eine Moment konstant zu sein scheint, dmts die AM chuDg des Secretes vom normalen Zustande nach Mahlzeiten, körperlichen Ai strengungen, Ezcessen in venere u.s.w. gemeinhin am stärksten zusempb| daher der im Laufe des Morgens gelassene Urin gewöhnlich am weoigiteD n ändert erscheint — Die mikroskopische oder chemische UntersuchoDg dei la hat bei der sanguinolenten Form einen mehr oder weniger reichen lakiltl Blut, bei der chylösen Form an £iweiss und Fett, in beiden Fällen aber yd einen Ueberschuss an hamsauren Salzen nachgewiesen, die nicht selten all i genannter Hamgries im Niederschlage erscheinen und bei dem Durdigm durch die Ureteren und die Harnröhre die oben geschQderten schmenbfti Zufalle veranlassen. — Da endemische Hämaturie äusserst selten, wie es eelHii nur ausnahmsweise, einen letalen Ausgang nimmt, so hat man sehr selten 8 legenheit gehabt, UnterBuchungen über das anatomische Verhalten dar Hfl Organe in dieser Krankheit anzustellen; Brasilianische Aerzte (bei Sigai L c.) erklären in dieser Beziehung bezüglich der Nieren: ,4'autopsie ne defoi aucune alteration" und nehmen daher an, dass das Bluthamen nicht so«d auf einer Erkrankung der Hamorgane, als vielmehr auf einer krankhaften BU mischung beruht Neuerlichst hat Priestley einen Fall von endemiaii Hämaturie mit tödtlichem Ausgange auf der Abtheilnng des Prof. Simpsoi in Edinburgh zu beobachten Gelegenheit gehabt, und ich glaube bei dem I teresse, das diese noch so räthselhafle Krankheit für die Forschung hat, dia betreffende Mittheilung hier etwas ausführlicher geben in müssen. DerFM betrifft einen 11jährigen Knaben, der auf dem Gap geboren, bald nach mbI Geburt nach Mauritius kam, alsbald nach seiner Ankunft daselbst an Hin turie erkrankte, und ebenso während seines mehijährigen Aufenthalts aaf M Insel, wie später auf Ceylon, wohin er vor seiner Uebersiedinng nach Eagld gebracht wurde, an der Krankheit, — bald in der sanguinolenten, bsld dl lösen Form — litt. Die Anfälle während dieser Zeit hatten einen intonn renden Charakter, indem sie sich wöchentlich oder monatlich wiederiutha widirend in der Zwischenzeit normaler Urin entleert wurde; der AnM idii kündigte sich stets mit Schmerzen im Rücken an, worauf ein an&ngs blutig^ am 2. — 3. Tage mehr oder weniger milchig gefärbter Urin entleert wora^ dessen milchige Färbung nach Mahlzeiten immer am ausgesprochensten her ^ trat Dabei litt die Gesundheit des Knaben in keiner bemerkenswerthen W( er fühlte sich wohl etwas schwach, erschien seinen Freunden jedoch genug, um im Jahre 1864 die Ueberfahrt nach England anzutreten, und holte sich auf der Reise in der That so vollkommen, dass, als er Anfi 1855 in Edinburgh ankam, seine Gesundheit vollständig hergestellt eneliH Im Sommer desselben Jahres klagte er plötzlich wieder über Schmenen i Rücken und entleerte alsbald eine g^rosse Masse Blut durch die Harnröhre, > nächsten Tage nahm der Urin eine ausgesprochen milchige Färbung sB, d blieb so bis wenige Tage vor dem gegen Ende des Jahres erfolgenden ToA Als Priestley den Kranken im August, d. h. einige Zeit nach dem AnfM dieses letzten Anfalls, sah, war derselbe auffallend abgemagert, anänufdi, ' Haut erschien pergamentartig und trocken, der Puls schwach, etwa 60 SefaÜI in der Minute, der Appetit massig, besonders auf saure oder sehari^ef^ Speisen gerichtet, die Zunge rein und bleich, der Durst nicht vermehrt| w gang angehalten. Die Urinentleerung war sehr schmerzhaft nnd besebn'V geworden. Die Masse des entleerten Urins betrug ungefthr 86—40 ünses'^ nerhalb 24 Stunden, der Urin war gewöhnlich blassroUi gef&rbt^, wie etn einer Mischung von Carmin mit Milch und bildete ein ziemlich bed( Sediment, das aus Blut und einem gfallertartigen Fibringerinnsel bestand in der Blase gebildeten Gerinnsel wurden auch, unter sehr heftigem 8c durch die Harnröhre entleert — Der Urin zeigte einige Standen nach . Entleerung eine specifische Schwere von 1,022, war ausgesprochen slksüA' -und schied sich bei ruhigem Stehen in zwei Massen , ein etwa y^ des Oioif' betragendos Sediment, welches hauptsächlich aus Blutkörperchen nnd Fil"^' geriuDsel, denen zuweilen auch KrystaUe von Tripelphosphaten beigvoMOgt^ ren, bestand, und eine ohylose Flüssigkeit, die über dam Sedimente it>A' Ofigan-KfÄTiilieiten* HaemataHi endemic*.' 945 In ivelcher anaoi^phe MaaaeÄ, mnzelne Epithelialkörperchen und ^ahlloio Osen fUBpetidiri wftren. Die Vibrionen fand man fttich im Sediment * nie* Termoehte man U&mkanilchen-CyHndeT lu entdecken ; liie amorphe Masse liwmid asl Zu*ati£ von Aether, uiiü beatand ohne Zweifel aus sehr fein eüten Fettpartikelchen j die £u klein waren, um unter dem Mikroskop© Imen «onst eigentiiüm liebe Bild tu geben, ohoe Zweifel aber die milcbigte img des Urina bedingten, nnd bei mbiifem Stehen det Ham» aicb in Form Bahmachieht auf der Oberfläche deasc4ben ablagerten. — Nach Entfernung Pettefl daroh Aelher fand man im tlüaiigen Th^ile des ürina auf Zuiati äalpetertäare oder auf Erhit^uDg ^^ssero Hassen Etweiaa , auch Hamatoff tm nachgewiesen werden, niemals aber Zucker. — Die QuantitÄt des entleer- frina war 2 — S Standen nach derMahbeit immer grösser, als ju andern Zei- die Dichtigkeit desselben erschien alsdann etiraa Yermindert, indem das spe* he Gewicht zuweilen auf 1.015 oder 1,014 fiel, auch seigte §ieh alsdann die Mchicht auf der Oberiläche der Flüssigkeit dicker, ru keiner TagesKeit aber, Ml selbst Auch nicht Morgens vor dem Frühstücke^ verlor der Urin sein M Aussehen vollkommen. — Mannit^fache bei dem Kranken angewandte ü (Tannin, Eiieii, Leberthran, u. a.,i blieben ohne Erfolg , die Schwäche i aichtlich in, gegen Ende Oktober ktinnte der Knabe das Bett nicht mehr aaen, die Maase des taglich eatleertan Urina betrug 50—56 Unä&en, An- I Deoember aeigte sich zum ersten Male etwas Oedem der Füsse, gegen I de» Monate ^«chien die Quantität des entleerten Urins verringert, gleich- f verlor derselbe daa müchigte Aassehen nnd wurde so klar^ wie im lalen Zustande, während sein specinsvhes Gewicht unverändert (1,020) blieb, dem trat keine gunstige Veränderung in dem Zustande des Kranken ein, nach Verlauf von 14 Tagen erlag er unter den ausgeaprocbenen Krachei- ein von Eraehöpfung. ^ Bei der Sektion fand man den Körper anfallend DiigBri, alle öewebe durchweg anämisch, das UerE klein^ maisch, in der mmor tum TheU fettig degeuerirt, in allen Hohlen mit weiiaUchen, dem nam ähnlichen Flecken besetz t, die offenbar unU^r dem Endokard! um ab- («rt waren, durch daaselbe hervorschimmerten, sich übrigens auch bis an ralveln in die Aorta fortsetEteui der obere Lappen der rechten Lunge rirle der Brustwand und war mit Miliartuberkeln durchsetzt, die Kum i bereits im Zustande der Zerfliessung waren, die linke Lunge war gesund, M» Magen und Darmkanal, die Leber war groea, brüchig, sehr stark fettig oerirt, die Müi klein, übrigens normal* Die l»Jieren erschienen bleich, et- gross, weich, die Nierenkapsel der brüchigen Cortikalaubstanz so fest ad- 'eod, dnsa man bei dem Versuch^ sie abzuziehen^ Stücke dca Farenchymt ahm* Auf dem Durchschnitte erschien das Gewebe blass, die Grenze Ewi» H der Cortical* und Pyramidaleubstanz nur an einzelnen Stellen bestiromt weiihar, grösstentheils undeutlich j mikroskopisch fand mun das Nieren- ibe in hohem Grade fettig degenerirt, weniger an denjenigen Stellen, wo Hlndeii* und Tubularsubstana noch von einander unter sobieden werden isi, WQ die einzelnen Harn kaniilchen wohl erhalten, daa Epithel derselben hie und da fettbÄltig, meist normal und auch die Malpighiechen Körper- lUTerandert erschienen, in einem weit höheren Grade aber in dem gros* a Theil der Nieren, wa der tubulöae Bau der Rinden Substanz kaum er- ibar und das Ganze wie aus einer Masse abgestossmien , mit Fettkomchen grossem Fettkugeln gemischten Epithels erschien, während nur noch we- CApillaren nachgewiesen werden konnten , und die wenigen^ mit vieler • »ufge^ndeneD, Malpighi»chen Körperchen atrophirt und geschrumpft er^ Boexu Daa Nierenbecken^ die Ureteren und <Üe Harnblase zeigten sich voH- msn normal und gesund. riestlej wirft selbst die Frage auf, ob dieser Fall von endemischer Hä- irie, der sich im Leben durch die intensiven Beschwerden , den Verlauf den lodtl leben Ausgang von den bei weitem meisten übrigen Fallen der akheit unterschied, in der That als ein reiaer, oder nicht vielmehr als «in, »war mit Morb. Brightii oomplicirter Fall von endemischer Hiimaturie an^ Jien werden muss, glaubt diese letzte Annahme aber durch das sehr apal retfiode, nur wenige Tage dauemdo, zudem ußbedeutende Oedem an den l■i^ nod dm Mangel komatöser Erscheinungen bei dem ti^dlUchen Aus- p widerlegt i kh lasse dahingestellt, ob man nicht bcr-^ebtigi ist. diesen 23 • üß Hirsoh, hisiozisch geographiiohe Pathologiei Erankheitsbefond ohne Weiteres ala Morbus Brightii ta beseicfanen, wjeiil die Elasticität dieses Begriffes eine solche Dentong ffewiss snlisst; jdail aber nehme ich keinen Anstand, den Befand in der Niere, sowie die nitf^ ohenden (fettigen) Degene